Speed-Test Telekom-Netz

LTE mit dem iPhone 6S und einer AT&T-SIM in den USA – der aktuelle Stand

Seit einigen Jahren ist mein Blog zur Informationsquelle vieler geworden, die sich über Prepaid-SIM-Karten in den USA informieren wollen. Da viele Fragen immer wieder auftauchen und ich auch häufig Anfragen per E-Mail erhalte, habe ich zu diesem Thema eine regelmäßig aktualisierte FAQ-Liste zusammengestellt.

Vor einer Woche war ich mal wieder in den USA und kann berichten, dass es einige kleine Änderungen gibt; die FAQ habe ich natürlich aktualisiert. Hier möchte ich eine kleine Zusammenfassung meiner neuen Erkenntnisse geben:

  • nachdem Tethering früher deaktiviert war, ist es nun erfreulicherweise aktiv
  • bei der Freischaltung des iPhones im AT&T-Shop wird die Seriennummer des iPhones benötigt, das ist neu
  • LTE ist für GoPhone freigeschaltet und funktioniert mit einem in Deutschland gekauften iPhone 6S (Modell MKQT2ZD/A)
  • der $60 Monthly Tarif beinhaltet derzeit komfortable 5 GB Datenvolumen und wird danach auf auch noch erträgliche 128 Kbit/s gedrosselt, früher wurde die Verbindung einfach nach Überschreitung des Datenvolumens gekappt

Ich war diesmal nur in New York (Manhatten, Brooklyn und Queens) unterwegs. Die Netzabdeckung war durchaus gut. Überraschend fand ich jedoch, dass viele Subway-Stationen nicht versorgt sind, da sind wir aus Frankfurt oder Berlin Besseres gewohnt. Erschreckend finde ich, dass man an einem Touristen-Hotspot wie Top of the Rock nur an wenigen Punkten Empfang hat und dies auch nur durchwachsen. Gegenüber meinem letzten Besuch dort in 2013 jedoch eine leichte Verbesserung, damals war gar kein Empfang gegeben.

Die LTE-Geschwindigkeit des AT&T-Netzes war für alltägliche Verwendungen wie kurze Recherchen oder die Nutzung von Google Maps absolut ausreichend. Beim Download von Podcasts zeigte sich jedoch, dass der Datendurchsatz deutlich unter dem vom Telekom-Netz in Deutschland gewohnten Niveau lag.

Speedtest AT&T in New YorkSpeedtest AT&T in New York
(Datengeschwindigkeit im LTE-Netz von AT&T)

Ich habe an unterschiedlichen Punkten in Manhattan Speed-Tests durchgeführt, die Ergebnisse bestätigen meinen Eindruck: Für alltägliche Anwendungen ist die Datengeschwindigkeit absolut ausreichend, aber insgesamt ist der Datendurchsatz im AT&T-Netz deutlich unter dem hierzulande gewohnten Niveau. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass GoPhone-Karten gegenüber Kunden mit Laufzeitverträgen mit geringerer Priorität behandelt werden; ein solches Verhalten lässt sich aus dem Kleingedruckten auf der AT&T-Webseite jedoch nicht ableiten.

Vergleichsweise hierzu ein aktueller Speed-Test im Telekom-Netz:

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Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass GoPhone für USA-Touristen und Besucher weiterhin ein gut geeignetes Produkt ist, um eine preiswerte mobile Internetanbindung sicherzustellen. Angesichts der über die Jahre erfolgten Verbesserungen (höheres Datenvolumen, Drosselung statt Kappung nach Aufbrauchung des Volumens und Tethering) ist das Produkt weiterhin lohnenswert.

„Mit Weitblick, Vernunft und Mut“ – Stellungnahme der CDU-Fraktion zum Haushaltsplan 2016

Alexander Kurz, Vorsitzender der CDU-Fraktion Hofheim
(Es gilt das gesprochene Wort.)

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Vater,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

vor uns liegt die alljährliche Sternstunde des Parlamentarismus, die Haushaltsdebatte…

Ich möchte mit einem ungewöhnlichen Schritt beginnen und zunächst einmal der Opposition danken:

Ein ernsthafter Dank dafür, dass wir uns in den Haushaltsberatungen in einigen Sachfragen zu gemeinsamen Formulierungen durchringen konnten. Wenn auch in teils unterschiedlichen Konstellationen, für unsere Positionen konnten wir stets breite Mehrheiten finden.

Und wenn ich schon bei den Dankesworten bin, dann gilt unser aller Dank natürlich all denen, die das operative Tagesgeschäft der Stadt am laufen halten und den Haushaltsplanentwurf aufstellen: Herzlichen Dank den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und der Hofheimer Eigenbetriebe sowie natürlich dem ehrenamtlichen und hauptamtlichen Magistrat.

Nicht danken möchte ich für teilweise absurde Beiträge einzelner oder das sinnlose Festbeißen in längst entschiedenen ideologischen Grabenkämpfen der Vergangenheit, auch wenn es uns diese Stimmen sicher einfacher machen, den Unterschied zwischen verantwortlichem Handeln im Sinne der Bürger dieser Stadt unsererseits und purem Klamauk andererseits aufzuzeigen. Auf diese Form der politischen Inszenierung, ohne Interesse an der tatsächlichen Sachfrage, könnten wir jedoch alle sicherlich gut und gerne verzichten!

Meine Damen und Herren,

knappe Kassen und strenge Haushaltsvorgaben schränken unseren Handlungsspielraum ein, gespannt haben wir deshalb auch darauf geblickt, wie sich die Reform des Kommunalen Finanzausgleich (KFA) auf Hofheim auswirken wird.

Mit Freude können wir heute feststellen, dass die Hessische Landesregierung bei der Umsetzung der Rechtsprechung des Staatsgerichtshofs Wort gehalten hat: 83 Prozent der hessischen Kommunen stehen mit dem neuen KFA mehr Mittel zur Verfügung als vorher, so auch Hofheim – das gibt uns etwas Luft. Konkret bedeutet dies für uns Schlüsselzuweisungen in Höhe von 5 Mio. EUR.

Mit der Haushaltsfortschreibung hat sich unser Defizit im Ergebnishaushalt gegenüber der Haushaltseinbringung leider noch einmal deutlich erhöht. Mit einem Defizit im ordentlichen Ergebnis von 3,28 Mio. EUR liegen wir jedoch eine halbe Millionen EUR unter dem Ergebnisdefizit des 2015er-Haushaltes – bei dessen Verabschiedung. Der Trend geht damit also in die richtige Richtung. Hierauf ausruhen können wir uns freilich nicht, denn im Nachtrag des 2015er-Haushaltes liegen wir aktuell bei einem Defizit von 7,9 Mio. EUR. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass sich ein solcher Ausreißer Ende 2016 nicht wiederholen wird, wenn auch unser Handlungsspielraum damit nicht größer wird.

Der nach wie vor außerordentlich hohe Bestand an Kassenkrediten bleibt ein Damoklesschwert über unserer Finanzlage, sollte das allgemeine Zinsniveau wieder ansteigen. Nur wenn es uns gelingt, positive Ergebnisse zu erzielen, können wir hier Abhilfe schaffen.

Zumindest kleine wirtschaftliche Erfolge können wir verbuchen: Dass wir als Union darauf bestanden haben, das Grundstück am Schießberg an den Markt zu geben, war die richtige Entscheidung, zumal sich derzeit abzeichnet, dass wir mit deutlich höheren Einnahmen für die Stadtkasse rechnen können als wenn das Projekt durch die HWB entwickelt worden wäre.

Trotz des schwierigen Gesamtumfeldes beweisen wir Handlungsfähigkeit und können heute, im weiteren Sitzungsverlauf, ein für Wallau besonders wichtiges Projekt endlich auf den Weg bringen. Wir sind sehr froh, dass zwischen der Stadt und dem Main-Taunus-Kreis eine Einigung bezüglich des Neubaus der Ländcheshalle erzielt werden konnte. Auch wenn es im Sommer zeitweise so aussah als würde es möglicherweise nicht zu einer einvernehmlichen Lösung kommen, haben am Ende die Wallauer Bürgerinnen und Bürger gewonnen, sie werden ihre lang ersehnte neue Halle nun bekommen! Für die erfolgreichen Verhandlungen auch ein ausdrückliches Dankeschön an den hauptamtlichen Magistrat!

Auch eine weitere wichtige Infrastrukturmaßnahme für Wallau tüten wir heute ein, den Neubau des Feuerwehrhauses. Ein Projekt im breiten Einvernehmen mit der Feuerwehr Wallau und zugleich das letzte große Bauprojekt bei den Feuerwehren in Hofheim.

Meine Damen und Herren,

in der Kernstadt treiben wir ebenso wichtige Entwicklungen weiter voran, die Hofheim auf Jahrzehnte prägen werden:

Mit dem Anstoß zur Arbeitsgruppe Kellereiplatz und dem eingeschlagenen Pfad zum Neubau der Stadtbücherei sind wir auf dem richtigen Weg die Neugestaltung rund um den Kellereiplatz städtebaulich zu vollenden und gleichzeitig einen Brückenschlag zur Altstadt zu vollziehen. Bei aller mehr – oder leider meist weniger – sachlichen Kritik müssen wir uns immer wieder vergegenwärtigen:

Viele andere Städte wären dankbar für eine so tolle Innenstadt wie die unsrige. Und alles was wir hier anstoßen dient nur einem Ziel, die Attraktivität und Bindungskraft dieses einmaligen Kleinods zu erhalten und nachhaltig zu stärken!

Damit einher geht im Übrigen auch die Belebung des Wasserschlosses im Wege der Neuausrichtung der Hofheimer Jugendarbeit: Das Wasserschloss liegt am Übergang zwischen Altstadt und Kellereiplatz und damit perfekt zentral. Wie beliebt dieser Bereich bei Jugendlichen ist, wird seit der Umgestaltung des Kellereiplatzes und insbesondere in den Sommermonaten immer sehr augenscheinlich.

Und wenn wir gerade bei der Belebung der Innenstadt sind: Wir haben uns sehr gefreut, dass das neue Konzept des Adventmarktes ein voller Erfolg war – ein herzliches Dankeschön an alle, die an Konzeption, Planung und Durchführung beteiligt waren!

Aber nicht nur in der Innenstadt geht es voran: Während andere noch Fledermäuse zählen, gestalten wir Hofheims Zukunft! Wir sind in der glücklichen Lage, dass insbesondere im Main-Taunus-Kreis keine Landflucht stattfindet – im Gegenteil wir sind als Wohn- und Arbeitsumfeld so attraktiv, dass wir in den kommenden Jahrzehnten noch mit einem Bevölkerungszuwachs zu rechnen haben.

Der Druck auf dem Hofheimer Wohnungsmarkt ist schon jetzt immens – die Antwort hierauf kann nicht sein, die Stadtmauern hochzuziehen und Wohnungssuchende ihrem Schicksal zu überlassen. Ob mit der sehr gut aufgestellten HWB einerseits oder durch die Entwicklung neuer Baugebiete wie der Vorderheide II andererseits, reagieren wir auf diesen Bedarf.

Meine Damen und Herren,

ich habe es schon im Planungsausschuss unterstrichen – nach 30 Jahren, etlichen Anhörungen, endlosen Papieren und Diskussionen möchte ich an die Gegner des Projektes appellieren, zu einer sachlichen Debatte zurückzukehren und das sinnlose zündeln immer neuer Störfeuer endlich einzustellen. Die unsägliche Diskussion im Planungsausschuss hierzu war wieder ein solches Beispiel. Bei aller ideologischen Verklärung, die manche umzutreiben scheint, muss man doch auch irgendwann erkennen, dass es hier um ein für die Stadt wichtiges Projekt geht. Die Belange der Fledermäuse in allen ehren, aber auch wir Menschen haben schützenswerte Interessen!

Und Wohnraum werden wir – das sollte jedem klar sein – auf absehbare Zeit in Hofheim auch aus anderem Anlass dringend benötigen: Wir alle stehen angesichts der Flüchtlingssituation vor einer großen gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Ich spreche absichtlich nicht von Krise, denn ich halte es hier mit unserer Bundeskanzlerin: Wir sind ein wirtschaftlich starkes Land – wir werden das schaffen!

Realistisch muss man jedoch festhalten, dass wir erst am Anfang stehen, denn erst wenn eine größere Anzahl der Flüchtlinge anerkannt ist und die Erstaufnahmeeinrichtungen verlässt, steht eine dauerhafte Unterbringung auf der Agenda. Mit einem entsprechenden Antrag schaffen wir dafür heute die notwendigen Planungsvoraussetzungen.

Uns allen muss jedoch klar sein, dass dies nur ein erster Schritt ist. Es wird auch eine städtische Aufgabe sein, später zu Integration anerkannter, bleibeberechtigter Flüchtlinge beizutragen. Hierfür wünschen wir uns eine Willkommenskultur ohne Angst vor dem vermeindlich Fremden. Ich bin sicher, dass die weltoffenen und toleranten Hofheimerinnen und Hofheimer sowie die Stadt ihren Teil hierzu beitragen wird. Integration ist jedoch keine Einbahnstraße, hierzu gehört gleichwohl auch ein Bekenntnis zu den Grundwerten unserer Gesellschaft und Rechtsordnung – dies werden wir auch einfordern!

Meine Damen und Herren,

auch wenn es nun von diesem Thema kommend ein harter Schnitt ist, möchte ich abschließend noch auf einige konkreten Haushaltsanträge eingehen, denn neben dem großen Ganzen, haben wir schließlich auch konkrete Änderungen im vorliegenden Haushaltsplanentwurf vorgenommen.

Nach der teils hitzigen Debatte um die mit der LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung verbundenen Kosten für Anlieger, haben wir uns entschieden, die dafür vorgesehene Haushaltsposition mit einem Sperrvermerk zu versehen. Wir reagieren damit auf die berechtigten Fragen und Einwendungen. Klar ist, dass die LED-Technik alleine bereits auf Grund des deutlich geringeren Stromverbrauchs ökologisch wünschenswert ist. Eine Umrüstung muss jedoch insgesamt sinnvoll sein und darf auch nicht zu einer Belastung über Gebühr für die betroffenen Anlieger führen, insofern wollen wir uns ausreichend Zeit geben, das Thema intensiv abzuwägen.

Nachdem uns in den vergangenen Jahren vor allem der ruhende Verkehr in den Haushaltsberatungen intensiv beschäftigt hat, diskutieren wir derzeit die Überwachung des bewegten Verkehrs. Der Haushaltsplanentwurf sah Mittel mit der Bezeichnung „Stationäre Blitzer Eso“ vor. Dies war deshalb problematisch, weil die Haushaltsstelle eine Festlegung auf eine konkrete Maßnahme – nämlich stationäre Blitzer – mittels eines konkreten Verfahrens vorsah. Ein Haushaltsansatz sollte jedoch ausreichend politischen Spielraum bieten und vor allem sollte er das Ergebnis der Beratungen noch nicht vorwegnehmen. Die Beratungen hierüber dauern noch an, allein schon deshalb konnten wir keine Haushaltsstelle beschließen, die schon ein konkretes Ergebnis festschreibt. Wir haben uns im HFBA auf die Formulierung „Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung“ geeinigt, denn wir denken vom Ziel her. Unser Ziel ist eine erhöhte Verkehrssicherheit durch punktuelle Geschwindigkeitsreduzierungen – es ist nicht unser Ziel, Bürgerinnen und Bürger abzukassieren. Sollten wir uns am Ende für stationäre oder mobile Blitzer als geeignete Maßnahmen entscheiden, werden wir sehr genau prüfen, ob diese dem Ziel der Verkehrssicherheit an den konkreten Standorten tatsächlich dienen. Für die Union steht fest: Blitzer dürfen nur dem Zweck der Verkehrssicherheit dienen, sie sind grundsätzlich kein geeignetes Mittel zur Haushaltssanierung!

Ein wesentlicher Punkt der Haushaltsberatungen war auch der Radverkehr in Hofheim. Wir schaffen nun erstmalig die Funktion eines Radverkehrsbeauftragten. Dabei gehen wir vernünftig vor, indem wir Ressourcen innerhalb der Verwaltung an einer Schnittstellenfunktion nutzen und anders als ursprünglich von den Grünen gewünscht, lassen wir diesen zunächst ein Konzept für die Funktionsausübung erarbeiten, anstatt direkt Mittel ohne Funktionsbeschreibung einzustellen. Wir gehen hier gleichermaßen sorgsam mit Haushaltsmitteln um und machen vor allem nicht den zweiten vor dem ersten Schritt. Der neue Radverkehrsbeauftragte wird zugleich – und hier freue ich mich, dass ein gemeinsamer Antrag mit der Opposition möglich war – pauschale Mittel im Haushalt für Radverkehrsmaßnahmen vorfinden: 20.000 EUR im Ergebnishaushalt und 100.000 EUR im Finanzhaushalt.

Abschließend haben wir mit den Stimmen aller Ausschussmitglieder auch noch einmal bekräftigt, dass eine zweckmäßige Bürgerbeteiligung bei der Haushaltsaufstellung weiter verfolgt werden und der bereits begonnene Diskussionsprozess in der kommenden Wahlperiode fortgesetzt werden soll. Ich bin immer noch fest davon überzeugt, dass insbesondere in der Abwägung von Sparmaßnahmen eine weitgehende bürgerschaftliche Debatte zu mehr Akzeptanz führen kann.

Meine Damen und Herren,

die CDU hat einen ganz klaren Gestaltungswillen für unsere Heimatstadt:

Wir gestalten nicht aus einem schnellen Bauchgefühl heraus,

wir gestalten nicht ideologisch, vorbei an Realitäten

und wir gestalten nicht durch zaghaftes auf der Stelle treten.

Wir gestalten mit Weitblick, mit Vernunft und mit Mut!

Wir werden diesem Haushalt zustimmen.

At&t SIM

Datennutzung mit dem iPhone oder anderen Smartphones in den USA – FAQ

Letzte Aktualisierung: 3. April 2016

Nachdem sich mein Beitrag „USA-Urlaub mit dem iPhone: Wie man ein freigeschaltetes iPhone mit einer AT&T GoPhone Prepaid SIM nutzen kann“ weiterhin großer Nachfrage erfreut, möchte ich denen, die hier nach Antworten suchen mit einer kleinen FAQ-Liste weiterhelfen. Da ich selbst seit Jahren nur iPhones benutze, kann ich zu Android-Geräten nur grundlegend ausführen. Aber nun ohne Schnörkel gleich zu den Fragen:

1. Kann man ein deutsches iPhone in den USA nutzen?

Ja, das geht grundsätzlich, wenn das Gerät keinen SIM-Lock hat.

2. Gibt es technische Einschränkungen, wenn ich ein deutsches iPhone in den USA nutzen möchte?

Ja, die UMTS– und LTE-Frequenzen in den USA unterscheiden sich zum Teil von den Frequenzen in Deutschland. Die LTE-Nutzung mit einem deutschen Gerät ist in den USA erst ab dem iPhone 6 möglich, denn nur das iPhone 6 beherrscht die US-LTE-Bänder. Die Nutzung von UMTS (3G) ist mit einem deutschen Gerät nur im Netz von AT&T möglich. Ob Android-Geräte in den USA funktionieren hängt auch davon ab, welche UMTS- bzw. LTE-Bänder diese unterstützen.

3. Welche US-Netze kann ich mit einem deutschen iPhone generell nutzen?

Ein deutsches iPhone funktioniert nur im Netz von AT&T und mit Einschränkungen im Netz von T-Mobile-USA.

4. Welche Einschränkungen habe ich mit einem deutschen iPhone im Netz von T-Mobile-USA?

T-Mobile-USA verwendet abweichende UMTS-Frequenzen, die derzeit nur vom iPhone 6 unterstützt werden. Mit älteren iPhone-Modellen im T-Mobile-USA-Netz kann deshalb nur EDGE genutzt werden. Internetverbindungen via EDGE sind bedeutend langsamer als via UMTS. In lokal begrenzten Bereichen nutzt T-Mobile-USA offenbar auch europäische Frequenzen; in Einzelfällen kann deshalb auch UMTS nutzbar sein. Für Android-Geräte gilt ebenso: Sehr wenige Modelle unterstützen die abweichenden Frequenzen von T-Mobile-USA.

5. Kann man mit einem deutschen iPhone Sprint oder Verizon nutzen?

Nein, Sprint und Verizon nutzen CDMA-Netze, die nicht mit GSM- bzw. UMTS-Netzen kompatibel sind.

6. Was ist denn der ideale Tarif für Touristen?

AT&T GoPhone – ein Prepaid-Tarif

7. Was sollte ich denn über AT&T bzw. den USA-Mobilfunkmarkt wissen?

a) Prepaid wird in den USA auch als „pay as you go“ bezeichnet.

b) Ein Tarif nennt man in den USA „plan“.

c) AT&T beschränkt – auch im Prepaid-Tarif  „GoPhone“ – die Datenübertraungsgechwindigkeit nicht, je nach Netzauslastung bekommt man den gerade maximal möglichen Datendurchsatz.

d) Wenn das gebuchte Datenvolumen eines GoPhone-Tarifs aufgebraucht ist, wird nicht (wie hier üblich) die Geschwindigkeit gedrosselt, sondern die Verbindung komplett gekappt. Update 05.02.2015: AT&T hat hier eine Änderung vorgenommen: Nach Verbrauch des Datenvolumens wird die Geschwindigkeit auf 128 kbit/s gedrosselt.

e) Deutsche Mobilfunkanbieter nutzen alle eine sogenannte Blockrundung: Wird die Mobilfunkverbindung unterbrochen, wird der Datenverbrauch der aktuellen Verbindung auf die nächsten vollen 10 oder 100 KB aufgerundet. Hierdurch geht regelmäßig Datenvolumen verloren. AT&T rundet nicht, der Datenverbrauch wird also fairer abgerechnet als hierzulande.

f) Bei GoPhone-Karten ist die SIM-PIN beim Kauf nicht aktiviert.

g) In den USA wird die UMTS-Erweiterung HSPA üblicherweise als 4G bezeichnet. Formal ist aber LTE die 4. Generation der Mobilfunknetze, weshalb in Europa LTE als 4G bezeichnet wird. In den USA zeigen iPhones deshalb 4G im Display an, wenn sie mit einem HSPA-Netz verbunden sind.

h) Beinhaltet der gewählte Tarif keine Telefon- oder SMS-Flat, werden in den USA eingehende SMS und Telefonate berechnet! Das hat einen historischen Grund: Für Mobilfunk werden keine gesonderten Nummern vergeben, d.h. als Anrufer kann man nicht erkennen, ob es sich um eine Mobilfunknummer handelt, deshalb werden eingehende Verbindungen (ähnlich wie bei Roaming) berechnet.

i) Rufnummern werden in den USA sehr schnell wieder vergeben, es ist also nicht ungewöhnlich, wenn man auf eine gerade freigeschaltete Nummer „wirre“ SMS oder Anrufe erhält. Auch Werbe-SMS sind nicht ungewöhnlich.

8. Wie ist es denn mit der Netzabdeckung bei AT&T?

Die Netzabdeckung von AT&T ist im Allgemeinen sehr gut, aber die USA sind nicht nur ein sehr großes Land, sondern in der Fläche auch dünner besiedelt als Deutschland. Dies hat zur Folge, dass es in der Versorgung große Lücken gibt. Das ist kein Phänomen von AT&T, sondern gilt für alle Anbieter. Es kommt in den USA durchaus vor, dass man auf abgelegenen Strecken längere Zeit überhaupt keinen Mobilfunkempfang hat.

9. Wie ist denn das Netz in New York, Los Angeles, San Francisco usw.?

Man kann als Tourist davon ausgehen, dass das AT&T-Netz überall wo eine größere Anzahl an Menschen zusammenkommen gut nutzbar ausgebaut ist.

10. Gibt es eine Netzabdeckungskarte von AT&T?

Ja, findet man via Google… oder hier: https://www.att.com/maps/wireless-coverage.html

11. Wie ist das denn mit den Verträgen/Tarifen bei AT&T? Muss man da irgend etwas kündigen?

Nein, wird ein GoPhone-Tarif nicht mehr neu aufgeladen, beendet er sich von selbst.

12. Kann man Datenvolumen nachbuchen?

Ja, Datenvolumen kann im GoPhone-Tarif jederzeit und unbeschränkt nachgebucht werden.

13. Wo kauft man denn eine AT&T-SIM, hier oder in den USA?

Ich empfehle grundsätzlich nur den Kauf in den USA, aus dem einfachen Grund, dass man nur vor Ort wirklich sichergehen kann, dass die SIM-Karte auch funktioniert. AT&T-Shops gibt es in den USA nahezu flächendeckend, ich empfehle deshalb die GoPhone-SIM direkt in einem AT&T-Shop zu kaufen.

14. Funktioniert Tethering beim iPhone mit einer GoPhone-Karte?

Nein Ja, AT&T hat diese Funktion inzwischen erfreulicherweise freigeschaltet.

15. Funktioniert VoIP mit einer GoPhone-Karte?

Ja, ich konnte mit Sipgate problemlos telefonieren. Unter iOS kann ich hierzu die App Join empfehlen, da Sipgate die eigene App leider schon länger eingestellt hat..

16. Wie bezahle ich denn bei der GoPhone-SIM für neues Guthaben?

Hierfür ist eine Kreditkarte (MasterCard, Visa oder Amex) erforderlich. Deutsche Kreditkarten funktionieren.

17. Wie legt man eigentlich ein Kundenkonto bei AT&T an, um Guthaben nachzuladen etc.?

Die Aktivierung des AT&T-Kundenkontos erfolgt über die Rufnummer, die man vor Ort im AT&T-Shop erfährt und über einen Code, der via SMS zugestellt wird. Dies funktioniert nur innerhalb der USA, da GoPhone-SIMs nicht für Roaming freigeschaltet sind. Auch deshalb empfehle ich den Kauf der Karte vor Ort! Erwirbt man die SIM-Karte in einem AT&T-Shop , wird der Mitarbeiter die Karte i.d.R. betriebsbereit bereitstellen und prüfen, ob sie funktioniert.

18. Kann ich vorher Guthaben aufladen und alle gewünschten Dienste von hier aus buchen, damit ich die Karte in den USA nur noch einstecken muss und alles direkt läuft?

Das ist in der Regel leider nicht möglich, da die Aktivierung des Kundenkontos nur innerhalb des Netzes von AT&T in den USA möglich ist. Wenn die Karte nicht bereits aktiviert kommt und der Lieferant nicht schon ein Kundenkonto fertig angelegt hat und die Zugangsdaten dafür mitteilt, ist es nicht möglich, irgend welche Pakete vorab aus dem Ausland zu buchen. Auch deshalb empfehle ich den Kauf der Karte vor Ort!

19. Wo finde ich die APN-Einstellung? Das APN-Menü wird bei meinem iPhone nicht angezeigt.

Apple möchte die Bedienung einfach halten, deshalb blendet iOS das APN-Menü immer dann aus, wenn eine SIM-Karte von einem Apple-Partner-Anbieter eingelegt ist. Legt man eine SIM-Karte von einem Discounter oder bestimmte ausländische SIM-Karten ein, erscheint das APN-Menü automatisch.

Seit einiger Zeit bietet AT&T die GoPhone-Karte offiziell auch für iPhone-Nutzer an, hierdurch ist keine Eingabe der APN mehr erforderlich, das iPhone stellt dies selbständig ein.

20. Wo finde ich einen AT&T-Shop? Können Sie einen empfehlen?

AT&T-Shops sind so weit verbreitet, wie Telekom-Shops hierzulande, d.h. man findet sie i.d.R. in jeder größeren Stadt in Einkaufszentren oder Haupteinkaufsstraßen. Eine Google-Maps-Suche wird helfen, den für Sie optimal gelegenen Shop zu identifizieren.

Da die USA sehr groß sind, will ich meine Empfehlung auf zwei Shops in New York beschränken, die sehr leicht zu finden sind:

AT&T Times Square
AT&T Empire State Building

21. Kann ich mit einem iPhone 6S und einer AT&T GoPhone-SIM LTE in den USA nutzen?

Ja, LTE ist freigeschaltet und das iPhone 6S unterstütz auch die von AT&T in den USA genutzten LTE-Frequenzen.

22. Ich habe noch eine Frage, die hier nicht beantwortet ist!

Dann bitte ich, die Frage als Kommentar zu stellen, damit alle Besucher hier etwas davon haben.

23. Ich habe eine Frage, die ich nicht öffentlich stellen möchte, kann man auch per E-Mail Fragen stellen?

Ja, aber bitte nur über das Kontakt-Formular und bitte wirklich nur, wenn die Frage nicht auch als Kommentar unter diesem Beitrag gestellt werden kann. Wenn die Frage als Kommentar gestellt wird, haben auch andere etwas davon, die möglicherweise die gleiche Frage haben!

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